Die Seelsorger der Kath. Pfarrei Bauma

Pfarrer Munding amtete von 1904 - 1906. Er hat mit ausserordentlicher Tatkraft in kürzester Zeit in Bauma den Kirchenbau mit Glocken, Orgel und kunstvollen Gemälden realisiert. Seine Pfarrkinder verdankten ihm die grosse Arbeit mit viel Kritik aber schlecht. Schwer enttäuscht darüber verliess er Bauma im Juli 1906 überstürzt und wanderte gleich nach Amerika aus.

Am 9. September 1906 übernahm Pfarrer Emanuel Giboni die Pastoration in Bauma. Ihn erwartete keine leichte Aufgabe. Dauernd drückten ihn finanzielle Sorgen. Mit kaum vorstellbarem Einsatz bemühte er sich um seine weit verstreut wohnenden Pfarrkinder. Er hielt Unterricht für alle Kinder in Bauma, Fischenthal, Bäretswil, Undalen und Wila. Die Wege legte er meist mit seinem Militärvelo zurück und schloss an die Unterrichtsstunden noch Hausbesuche an. Pfarrer Giboni waren die Vereine der Pfarrei sehr wichtig. Er aktivierte den Männer- und Frauenverein wieder. Mit der Gründung des Jünglingvereins 1920 erfüllte sich ein grosses Anliegen. Pfarrer Giboni verliess Bauma am 1. September 1937 schweren Herzens, als er selbst merkte, dass er seinen Aufgaben nicht mehr voll gewachsen war.

Anfangs September wurde Pfarrer Josef Helbling als neuer Seelsorger in Bauma eingesetzt. Als Kirchenmusiker übernahm er die Leitung des Kirchenchors, der unter ihm ungeahnte gesangliche Leistungen erbrachte. In seiner Zeit erfolgte die Gründung der Katholischen Kirchgemeinde Bauma, ein amtliches Organ, das eine Neuordnung der Verwaltung (Steuereinzug) und die Vertretung der Kirche nach Aussen durch den Kirchenrat brachte. Das Kirchenbauprojekt führte 1948 zu Spannungen zwischen Pfarrer und Kirchenrat. Der Bau wurde verhindert, was Pfarrer Helbling stark erbitterte und Grund für seinen Weggang war.

Am 11. November 1948 wurde Pfarrer Josef Omlin eingesetzt. Er setzte die Bemühungen um eine Vergrösserung der Kirche in Bauma fort. 1951/52 erfolgte der Sakristei-Anbau und die Sanierung des Pfarrsaales. Ende 1956 wurde die Kirchenverlängerung fertiggestellt. Nach dem Bau eines Pfarrhauses in Fischenthal, verliess Pfarrer Omlin 1960 Bauma und übernahm anfangs Dezember das Pfarr-Rektorat Fischenthal, das er bis zu seinem Tode 1965 bestens versah.

Als neuer Seelsorger wurde am 17. Dezember 1960 Pfarrer Karl Baumgartner eingesetzt. Er erhielt rasch das Vertrauen der Pfarreiangehörigen und ganz besonders das der Jugend und war eng mit dem Volk verbunden. 1971 erlitt Pfarrer Baumgartner einen folgenschweren Hirnschlag, der ihm das Ausführen seines Amtes verunmöglichte. 

Es begann für die Pfarrei eine Zeit ohne eigenen Priester. Mit Aushilfen aus verschiedenen Orten, vor allem aber durch Pfarrer Max Fuchs von Fischenthal musste die Lücke überbrückt werden.

Am 21. Januar 1973 erfolgte die Einsetzung von Pfarrer Franz Xaver Gabriel. Mit ihm zog ein guter Prediger ein, der gut aufgenommen wurde. Er verstand es, die Pfarreiangehörigen zur Mithilfe bei den Pfarreiaufgaben einzuspannen wodurch sich ein erfreuliches Pfarreileben entwickelte. Im Mai 1983 wurde eine Kolping-Gruppe gegründet, womit Jugendliche wieder ein Begegnungsort mit vielfältigem Betätigungsfeld offen stand. 1985 verliess Pfarrer Franz Gabriel Bauma.

Für kurze Zeit übernahm Pfarrer Hans Baumann die Seelsorge.

Am 1. Adventsonntag 1985 wurde Pfarrer Marcello Maranta feierlich in sein Amt eingesetzt. Ihm war die Sicherstellung des Religionsunterrichts wichtig. Nachdem er vieles auf eigenen Schultern getragen hatte, gelang es ihm, 4 Katechetinnen zu gewinnen. Mit besonderen Gottesdiensten und dem "Chile-Kafi" sorgte er für die Pflege der Gemeinschaft. Er verliess Bauma, um seinen Ruhestand in Sibiu, Rumänien zu verbringen.

Mit dem Einsetzungsgottesdienst vom 1. Adventsonntag 2002 übernahm Pfarrer Augustyn Wolak die Seelsorge der Pfarrei Bauma.

 

 

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