Erntedank 2020

DANKE

Danke, Gott, für diesen Morgen,
danke, dass du bei mir bist.
Danke für die guten Freunde
und dass du mich nie vergisst.
Danke für die Zeit zum Spielen,
für die Freude, die du schenkst,
und dass du an dunklen Tagen
ganz besonders an mich denkst.
Amen.

Vater, wir leben von deinen Gaben.
Segne das Haus, segne das Brot.
Lass uns von dem, was wir haben,
anderen geben, in Hunger und Not.
Amen

Alle guten Gaben,
alles was wir haben,
kommt oh Gott von dir,
wir danken dir dafür.
Amen

 

 

 

 

 

 

Aus dem Psalm 104

Lobe den Herrn, meine Seele!
Herr, mein Gott, wie groß bist du!

Du läßt die Quellen hervorsprudeln
in den Tälern, sie eilen zwischen den Bergen dahin.

Allen Tieren des Feldes
spenden sie Trank, die Wildesel stillen ihren Durst daraus.

An den Ufern wohnen die Vögel des Himmels,
aus den Zweigen erklingt ihr Gesang.

Du tränkst die Berge aus deinen Kammern,
aus deinen Wolken wird die Erde satt.

Du läßt Gras wachsen für das Vieh,
auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde

und Wein, der das Herz des Menschen erfreut,
damit sein Gesicht von Öl erglänzt und Brot das Menschenherz stärkt.

Du hast den Mond gemacht als Maß für die Zeiten,
die Sonne weiß, wann sie untergeht.

Du sendest Finsternis, und es wird Nacht,
dann regen sich alle Tiere des Waldes.

Die jungen Löwen brüllen nach Beute,
sie verlangen von Gott ihre Nahrung.

Strahlt die Sonne dann auf, so schleichen sie heim,
und lagern sich in ihren Verstecken.

Nun geht der Mensch hinaus an sein Tagwerk,
an seine Arbeit bis zum Abend.

Herr, wie zahlreich sind deine Werke!
Mit Weisheit hast du sie alle gemacht, die Erde ist voll von deinen Geschöpfen.

Ich will dem Herrn singen, solange ich lebe,
will meinem Gott spielen, solange ich da bin.

 

 

Wie sagen wir heute (ernte)dank?

Nach wie vor halten Essen und Trinken Leib und Leben zusammen. Aber noch im 19. Jahrhundert haben die Menschen den Wechsel von Saat und Ernte intensiver wahrgenommen. Eine gute Ernte sicherte das Überleben der Familie während des Winters - eine schlechte Ernte konnte den Tod bedeuten. Heutzutage erhält das Erntedankfest durch die Globalisierung und weltweite Handelsbeziehungen andere Schwerpunkte:

Das "Teilen" der Ernte, ein Aspekt der schon immer mit dem Erntedankfest verbunden wurde, rückt mehr in den Vordergrund. Viele Gemeinden gedenken an diesem Tag der hungernden Teile der Weltbevölkerung und sammeln in ihren Kollekten für "Brot für die Welt" oder ähnliche Organisationen.

Es stehen immer mehr ökologische Aspekte im Vordergrund. Die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre machen uns bewußt, dass der Dank für die Ernte verbunden ist mit verantwortlichem ökologischen Handeln. Gesunde, unbedenkliche Lebensmittel sind "Luxusgüter" geworden. Die allgemeinen und weitestgehend selbst verursachten Klimaveränderungen und dadurch vermehrt auftretenden Naturkatastrophen stellen unsere als sicher geglaubte Nahrungs- und Energieversorgung langfristig wieder in Frage.

 

Kurze Biografie vom Hl. Antonius von Padua

Der Hl. Antonius ist am 15.8.1195 in Lissabon geboren. Er studierte in Lissabon und Coimbra und empfing die Priesterweihe. Im portugiesischen Coimbra lerne er Franziskaner kennen. Im Jahr 1220 erfuhr er den Tod  von fünf Franziskanern, die in Marokkowegen ihres christlichen Glaubens getötet worden waren.

Als Missionar begab er sich auf den Spuren der franziskanischen Märtyrer zunächst nach Marokko. Aufgrund einer Krankheit musste er wieder die Heimreise antreten, landete nach einem Schiffbruch aber in Italien, wo er nach weiteren Reiseetappen 1221 auf den heiligen Franz von Assisi traf, der den begabten Redner und Ordensmann 1224 zum Lektor der Theologie für die Minderen Brüder des Ordens an der Universität in Bologna und zum theologischen Leiter des Ordens machte.

Nachdem Antonius von 1227 bis 1230 als Bußprediger in Oberitalien tätig gewesen war, wurde er Ordensprovinzial in Padua, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbrachte. Er verstarb am 13. Juni 1231. Die Antonius-Basilika in Padua, wo Reliquien des Heiligen aufbewahrt werden, ist eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte.

Heiliggesprochen wurde Antonius schon wenige Monate nach seinem Tod am 30. Mai 1232 von Papst Gregor IX.. Am 16. Januar 1946 erhob Papst Pius XII. Antonius zum Kirchenlehrer.  

 

Kurze Vorstellung zur "Hauskirche"

 

Initiative Hauskirche

Gestützt auf die Idee vom damaligen "Familien-Bischof" Klaus Küng in Oesterreich (2001) möchte ich diese Idee gerade in der heutigen Zeit der Corona-Pandemie der Pfarrei näherbringen. Einige Pfarreien im Kanton Zürich haben diese Idee «Hauskirche» im Ansatz durch den HGU-Heimgruppenunterricht in der 1. Klasse (dies steht aber hier nicht zu Diskussion).

Geschichtliche Einordnung

Um verständlich zu machen, was die Kirche mit dem Begriff „Ecclesia Domestica“ – „Hauskirche“ – meint, beginnt Bischof Klaus Küng mit einem kurzen glaubensgeschichtlichen Überblick.

…In den ersten Jahrhunderten versammelten sich die Christen in Familienhäusern…Mit dem konstantinischen Frieden trat eine grundlegende Veränderung ein: Die Zahl der Christen war stark angewachsen, Privathäuser waren als Versammlungsorte nicht mehr geeignet. Kirchen wurden errichtet, eine geregelte, organisierte Katechese wurde aufgebaut…In den folgenden Jahrhunderten wird der Begriff „Hauskirche“ dann kaum mehr verwendet, erst der Protestantismus führt zu einer neuen Belebung.

In der katholischen Kirche taucht der Begriff erst im II. Vatikanischen Konzil neuerlich auf… Den Eheleuten und Eltern kommt dabei eine ganz besonders wichtige Bedeutung zu (vgl. LG 11, GS 48)…

 

Die Familie wird zum Träger kirchlichen Lebens

Die Eltern sind immer die Erstverantwortlichen für die Glaubensunterweisung ihrer Kinder… sie müssen überlegen, wie sie ihren Tagesablauf organisieren, die Aufgaben in der Familie verteilen, Zeit füreinander finden, miteinander beten, feiern, die Freizeit nützen, auch Konflikte lösen und Spannungen abbauen, wenn dies nötig ist…

Praktischer Lebensbezug: Das Besondere am christlichen Leben in der Familie ist sein praktischer Lebensbezug. Die Familie ist für den Christen der erste Übungsplatz des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe…

Es kann in einer Familie für jung und alt im Zusammenhang mit den Glaubensinhalten sehr viel vermittelt werden, wenn bestimmte Gelegenheiten genützt und andere bewusst gepflegt und entwickelt werden…Das setzt voraus, dass die Eltern sich persönlich mit den Glaubensinhalten auseinandersetzen, Initiative entwickeln, indem sie z.B. geeignete katechetische Materialien suchen.

Soweit der stark gekürzte Vortrag von S.E. Bischof Küng.

 

Impulse zur Hauskirche

Gerne möchte ich Ihnen auf dieser Webseite  spirituelle Impulse in dieser Krisen-Zeit mitgeben. Gerade jetzt sind wir herausgefordert diese Idee der Hauskirche umzusetzen. Ein Ziel, das es mit Gottes Hilfe, mit persönlichem Bemühen jedes einzelnen und gemeinsam zu verwirklichen gilt.

 

 

Demnächst in der Kirchgemeinde

Freitag, 02. 10
Samstag, 03. 10
Sonntag, 04. 10
Dienstag, 06. 10